Leitung:
Susanne Behling
Thomas Haag

Wissenschaftlicher Beirat:
Luise Reddemann

Seminar

Einführung in Somatic Experiencing (SE)®   
- Arbeit mit Grenzen (und Grenzverletzungen) -



Das Seminar bietet eine theoretische und praktische Einführung in die Arbeits- und Wirkweise von Somatic Experiencing (SE)®, einem körper- und ressourcenorientierten Modell zur Behandlung von chronischem Stress und Trauma das von Peter A. Levine entwickelt wurde. Ein besonderes Augenmerk bei Somatic Experiencing (SE)® gilt der  Rolle des autonomen Nervensystems  und den instinktiven Reaktionen auf Bedrohung in Form von Kampf, Flucht, Erstarrung und Kollaps. Als Folge von traumatischen Situationen, sowohl aus dem Bereich von Schocktrauma als auch von Entwicklungstrauma herrührend, kann es geschehen, dass unser Nervensystem überfordert ist und in Alarmzustand bleibt und sich daraus sehr unterschiedliche Symptomatiken entwickeln, die nicht unbedingt auf die zugrundeliegende Auslösebedingungen hinweisen.
SE unterstützt die Vervollständigung von steckengebliebenen Selbstschutzreaktionen und hilft dem Nervensystem wieder ins Gleichgewicht und in Selbstregulation zu kommen. SE zeichnet ein achtsames und schrittweises Vorgehen aus, um bisher gebunden gebliebene Lebensenergie zu befreien und wieder Zugang zum eigenen Potential zu bekommen. Dies ermöglicht wieder zur Ruhe zu kommen, emotionales Wohlbefinden mit der ganzen Bandbreite der Gefühle zu erleben, Selbstwirksamkeit, Vitalität und Kraft zu erfahren.
Das Seminar knüpft an das vorangegangene Seminar in 2018 an, ist aber ebenso für „Neueinsteiger" geeignet.

in thematischer Schwerpunkt wird diesmal der Umgang mit Grenzen sein:
Die Fähigkeit, gesunde Grenzen zu spüren, gibt Sicherheit und reduziert Stress. Wenn es darum geht, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, geht es auch um die Wahrnehmung der eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Nur dann ist es möglich zu unterscheiden, was zur eigenen Person und was zu Anderen gehört.  So kann Sicherheit und Vertrauen und echte Begegnung entstehen.
Menschen, die unter Trauma leiden, haben oft schon in der Kindheit erlebt, dass ihre Grenzen auf unterschiedlichste Weise durchbrochen und verletzt wurden. Das kann ihre Gestaltung von Beziehungen auf problematische Weise beeinflussen. Dissoziation oder Verlassenheitsangst, ständige Alarmbereitschaft oder Rückzug und Abschottung sind häufig die Folge.
Mit Somatic-Experiencing unterstützen wir auf unterschiedlichen Ebenen die Wiederherstellung stimmiger Grenzen. Dann kann auf neue Weise, sowohl innere Verbundenheit erlebt, als auch ein echter Ich-Du-Kontakt erfahren werden.
In diesem Seminar sollen auf dem Hintergrund des Traumakonzepts Somatic Experiencing (SE), nach Peter Levine, hilfreiche vorwiegend körperorientierte Methoden und Übungen zur Arbeit mit Grenzen vorgestellt, erfahren und reflektiert werden.

Bereitschaft zu Selbsterfahrung wird vorausgesetzt.


Dozentin:   Elfriede Dinkel-Pfrommer

Umfang:     17 UE

Termine:    27. -  28.11.2020
Zeit:           
Freitags von 10.00 - 18.30 h und samstags von 09.30 - 16.30 h
Ort:             Dörthe-Krause-Institut am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Kosten:      € 360,-  inklusive Imbiß und Getränke.

CME-Zertifizierung:
Zertifizierung durch die ÄK-WL beantragt

Teilnahmevoraussetzungen:
Psychotherapieausbildung und Grundkenntnisse der Psychotraumatologie




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